Sicher unterwegs

Für mehr Sicherheit in Zügen, Bussen und Verkehrsstationen.

Deine Sicherheit

Es ist ein beunruhigender Trend in unserer Gesellschaft: Menschen, die für das Gemeinwohl arbeiten, werden immer öfter grundlos beleidigt oder gar angegriffen. Eisenbahner:innen und Busfahrer:innen kennen das zur Genüge. 

Der  2. Februar 2026 stellt für uns eine Zäsur dar: an diesem Tag wurde unser Kollege Serkan Çalar im Rahmen einer Fahrscheinkontrolle im Regionalzug so brutal angegriffen, dass er später seinen schweren Verletzungen erlag. 

Wir wehren uns gegen die zunehmende Aggressivität: mit unserer Kampagne „sicher unterwegs“ und mit der Beteiligung an der DGB-Kampagne „Hier arbeitet ein Mensch“. Wir haben auf diesem Weg bereits viel erreicht – aber es gibt immer noch viel zu tun. Stoppen wir die Gewalt!

Aktuelles

Sicherheit: Protestkundgebung zur Verkehrsministerkonferenz in Lindau

Die EVG nimmt die am Mittwoch und Donnerstag in Lindau am Bodensee stattfindende Verkehrsministerkonferenz zum Anlass, das Thema „Mehr Sicherheit bei Bus und Bahn“ weiter voranzutreiben. Dazu soll am Veranstaltungsort eine Protestkundgebung stattfinden.

Zentrale Fachgruppe Bus fordert Kehrtwende beim Thema Sicherheit

EVG fordert Evaluierung der Trilateralen Vereinbarung - Eigenleistungsquote der DB Sicherheit endlich erhöhen

EVG-Sicherheitskonferenz setzt deutliches Zeichen: „Doppelbesetzung muss Normalfall werden“

Von Deeskalation bis BodyCam: EVG stärkt Beschäftigte für gefährliche Situationen

EVG-Sicherheitsumfrage 2026: Gewalt ist Alltag – Jede:r Dritte denkt über Ausstieg nach

ETF-Umfrage: Gewalt gegen Frauen im Verkehrssektor weiter auf alarmierend hohem Niveau

Unsere Sicherheit ist nicht verhandelbar!

Der 2. Februar 2026 stellt für uns eine Zäsur dar: an diesem Tag wurde unser Kollege Serkan Çalar im Rahmen einer Fahrscheinkontrolle im Regionalzug so brutal angegriffen, dass er später seinen schweren Verletzungen erlag. Jetzt Petition für mehr Sicherheit unterschreiben!

Jetzt unterschreiben

Die Wesentlichen Forderungen der EVG für mehr Sicherheit

  • Sicherheitskonzepte müssen Bestandteil von Vergabeverfahren und somit finanziert werden.
  • Mehr Personal in den Zügen! Doppelbesetzung bei Strecken mit erhöhtem Gefährdungspotential
  • Sonderdezernate bei Staatsanwaltschaften damit Übergriffe schnell geahndet werden und Konsequenzen nach sich ziehen!
  • Freiwilliges Tragen der BodyCam für alle Beschäftigen mit Kund:innenkontakt
  • Die Erfassung und Meldung von Vorfällen muss Arbeitszeit sein!
  • Mehr Polizei und geschultes Sicherheitspersonal in Zügen und Bahnhöfen!
Doppelbesetzung und mehr gut ausgebildete Sicherheitskräfte - dass ist es, was unseren Kolleg:innen wirklich hilft. Dass dafür kein Geld da sein soll, lassen wir nicht gelten.

EVG-Sicherheitskonferenz 2026 in Essen

Kristian Loroch

Stellvertretender Vorsitzender der EVG

Expert:innenkreis Sicherheit

Du brennst für das Thema Sicherheit? Du möchtest dich für Maßnahmen für mehr Sicherheit für Bahnbeschäftigte einsetzen? Du hast Interesse am Austausch mit Kolleg:innen zu euren Erfahrungen? Dann bist du hier genau richtig!

Beim Expert:innenkreis Sicherheit!

Das ist der Ort in der EVG, bei dem es um eure Anliegen rund um das Thema Sicherheit geht. Dort kommen Kolleg:innen zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, externe Gäste einzuladen oder eigene Veröffentlichungen vorzubereiten. Alle sind willkommen - gemeinsam setzen wir uns für mehr Sicherheit und Zusammenhalt ein!

Interesse geweckt? Dann mach mit! Meldet euch bei Elisabeth Kula: Betriebliche.Mitbestimmung@evg-online.org

„Ruf Robin“: Das Helfer*innen-Telefon der EVG

Du brauchst weitere Unterstützung? Kein Problem: Melde dich bei der 24 Stunden Hotline

„Ruf Robin“. Telefon: 0800 264 44 44.
Die Service-Hotline nimmt alle notwendigen Angaben zu deinem Vorfall vertraulich auf.

Danach wirst du durch das Ruf Robin-Team zurückgerufen und beraten. Als EVG-Mitglied erhältst du auf Wunsch danach eine individuelle sowie juristische Beratung durch deine Geschäftsstelle und kannst weitere Unterstützungsangebote unserer Sozialpartner nutzen. Auch Nicht-Mitglieder erhalten hier eine Erstberatung.

Warum ist es wichtig, einen Vorfall zu melden?
Körperverletzungen und auch gewaltvolle Sprache (Beleidigungen, Bedrohungen und Belästigungen) können bei Menschen Spuren hinterlassen. Deshalb ist es wichtig, dass du jeden Vorfall meldest – bei deinem Betriebsrat und bei deiner/deinem Vorgesetzten – und ggf. zur Anzeige bringst. So können wir erfahren, wann, wo und wie Übergriffe stattfinden.

Nur wenn wir alle Vorfälle kennen, können wir dir helfen und daran arbeiten, deinen Job sicherer zu machen. Auch eine Anzeige ist wichtig, um auf dieses Problem über betriebliche Grenzen hinweg aufmerksam zu machen. Jeder angezeigte Vorfall verdeutlicht, dass es sich hierbei nicht um Einzelfälle, sondern um ein gesellschaftliches Problem handelt, auf welches auch politisch reagiert werden muss.

Übergriffe auf Beschäftigte sind nicht hinnehmbar
Die Zahlen im öffentlichen Dienst steigen jährlich an. Wir – deine Interessenvertretungen und deine Gewerkschaft – wollen nicht hinnehmen, dass verbale und körperliche Übergriffe zum beruflichen Alltag gehören. 

Was ist als Übergriff zu verstehen?
Sobald du dich in einer Situation unwohl oder unsicher fühlst, ist das eine Grenzüberschreitung und als Übergriff zu bewerten.

Ein Übergriff ist zum Beispiel, wenn du beleidigt, genötigt, bedroht, abgewertet, belästigt, bespuckt wirst. Und/oder körperlich angegriffen wirst, z. B. durch Anrempeln, Treten, Bedrohung mit Händen oder Gegenständen.

Videos / Podcast

Kontakt

Elisabeth Kula

Gewerkschaftssekretärin

Mitbestimmung

EVG-Umfrage 2024

zum Thema Sicherheit liefert erschütternde Ergebnisse

Zu den Ergebnissen

Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch

Beleidigungen, Bedrohungen, tätliche Angriffe: Die Beschäftigten im öffentlichen und privatisierten Sektor werden immer häufiger Opfer von körperlicher und seelischer Gewalt im Dienst. Das zeigen nicht nur die persönlichen Erfahrungsberichte, sondern auch die Statistiken der letzten Jahre. Gerade diejenigen, die zum Wohle der Gesellschaft arbeiten, erleben eine drastische Verrohung der Gesellschaft, und zwar am eigenen Leibe.

In Berlin wurde im Juni 2022 die vom BMI beauftragte Studie „Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst“ vorgestellt. Der DGB hatte sich im Rahmen der Initiative „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ entscheidend für die Durchführung der Studie eingesetzt. Mit dabei war auch Innenministerin Nancy Faeser. Durchgeführt wurde die Studie im Auftrag des BMI vom Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung.