„Das Messerverbot im ÖPNV ist ein Schritt, aber ob es wirklich hilft, Messergewalt zu verringern, darf bezweifelt werden“, sagte Berlins EVG-Vorsitzender Michael Bartl. Es müsse die Frage gestellt werden, ob Messer überhaupt mitgeführt werden müssten. Auch sei fraglich, ob wirklich ausreichend Kontrollen durchgeführt werden könnten. „Das muss kritisch hinterfragt und geprüft werden“, so Bartl.
Die Gewerkschaftsvorsitzenden diskutierten auch die vorgesehene Ausbildungsplatzumlage, sollte das zunächst vereinbarte Ziel von 2.000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen in Berlin nicht erreicht werden. „Hier muss gehandelt werden, es geht um die Zukunft junger Menschen und im Grunde um unser aller Zukunft“, mahnte Berlins EVG-Chef. Der Senat müsse auch weitere Anstrengungen unternehmen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Bisherige Bemühungen reichten nicht aus, Wohnraum sei zu knapp, Mieten zu hoch.
Bartl verwies bei der Unterredung auch auf das ausstehende Ergebnis der Ausschreibung der S-Bahn. „Alle Beteiligten brauchen hier Klarheit, Beschäftigte, Unternehmen und unsere Fahrgäste“, betonte er. Ein zuverlässiger Betrieb müsse das Ziel sein.
